Hanf verstehen & richtig anwenden

Bio Hanföl Pferd – Dosierung, Anwendung, Herkunft


Bio Hanföl für Pferde & Hunde – ehrlich erklärt, richtig dosiert

Praktischer Guide für Pferdebesitzer in Österreich & Deutschland · Von Gerda Steinfellner, Ernährungswissenschafterin

Stumpfes Fell, trockene Haut, und du fragst dich, ob ein gutes Öl im Napf oder im Trog wirklich etwas bringt? Diese Frage hören wir oft … und sie ist berechtigt.

Wir sind nicht die Tierärzte. Wir sind die Anwender und die Produzenten. Günther baut den Hanf bei uns in Hanfthal biologisch an, Dani füttert unsere Produkte täglich im echten Stallalltag mit ihren eigenen Pferden, und ich erkläre dir, was wir dabei sehen und wissen. Wir versprechen keine Wunder … wir zeigen dir ehrlich, wo Bio Hanföl in der Fütterung seinen Platz hat und wie du es richtig einsetzt.

Wichtig

Bio Hanföl ist ein Einzelfuttermittel, kein Heilmittel. Es ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Therapie. Bei akuten Haut-, Verdauungs- oder Stoffwechselproblemen sprich bitte zuerst mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Merke dir das Wichtigste
  • Was es ist: kaltgepresstes Bio Hanföl aus geschälten österreichischen Hanfsamen, reich an Omega-3 (ALA), mit natürlicher GLA und Vitamin E.
  • Wofür: ruhige Rationsaufwertung über hochwertige Fettsäuren, pflegende Begleitung von Haut & Fell … ohne Stärke und Zucker.
  • Wie: langsam einschleichen, ca. 8 ml je 100 kg Körpergewicht pro Tag, auf zwei Gaben verteilt.

Was Bio Hanföl besonders macht

Unser Hanföl wird schonend aus geschälten Bio-Hanfsamen kaltgepresst … das gibt ihm das nussige Aroma und die goldene Farbe. Es liefert einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, darunter Omega-3 (Alpha-Linolensäure) und die natürliche Gamma-Linolensäure (GLA). Dazu kommt Vitamin E als natürliches Antioxidans. Es ist naturbelassen … keine Konservierungs- oder Aromastoffe, und selbstverständlich THC-frei nach Futtermittelstandard.

Der große Vorteil im Trog: Hanföl bringt Energie aus Fett mit, aber keine Stärke und keinen Zucker. Das macht es zu einer ruhigen Möglichkeit, eine Ration über die Fettsäuren aufzuwerten … ein Punkt, der besonders für leichtfuttrige Pferde interessant ist.

Reich an Omega-3, ohne Stärke und Zucker … so wertest du die Ration ruhig auf.

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Wofür Hanföl beim Pferd passt

Es gibt typische Situationen, in denen Pferdemenschen Hanföl in der Praxis einsetzen. Wir versprechen dir kein Ergebnis … aber wir sagen dir ehrlich, wo es seinen Platz hat:

  • Haut & Fell pflegend begleiten … rund um Jahreswechsel, Fellwechsel oder bei trockener Haut.
  • Ruhige Rationsaufwertung über hochwertige Fettsäuren, ohne die Energie aus Stärke oder Zucker zu holen.
  • Alltag & Training … als dosierte Energieergänzung im Gesamtkonzept der Fütterung.

Wie stark sich etwas zeigt, hängt immer von der gesamten Ration, der Haltung und dem einzelnen Pferd ab. Öl allein ist nie die ganze Geschichte … aber ein ehrlicher, gut planbarer Baustein.

Anwendung & Dosierung

Der wichtigste Grundsatz: langsam einschleichen und beobachten. Verteile die Tagesmenge auf zwei Gaben und schau dir Akzeptanz, Kotbild und Verhalten über zwei bis vier Wochen an. Als Faustregel gibst du etwa 8 ml je 100 kg Körpergewicht pro Tag.

Richtwerte Hanföl beim Pferd (täglich)
PferdegewichtTagesmengeEinstieg (Tage 1–4)
300 kgca. 24 ml10–12 ml
500 kgca. 40 ml15–20 ml
600 kgca. 48 ml20–24 ml
Einschleich-Protokoll (7–10 Tage)

Tage 1–4: 50 % der Zielmenge · Tage 5–7: 75 % · ab Tag 8: 100 %, wenn alles stabil bleibt. So gibst du dem Verdauungssystem Zeit, sich an das Fett zu gewöhnen.

Auch Hunde profitieren von der Fettsäuren-Mischung … hier mischst du eine kleine, an die Größe angepasste Menge unter das gewohnte Futter und schleichst genauso langsam ein.

Ich geb das Hanföl bei uns einfach in zwei Portionen über den Tag … und schau in den ersten Wochen genau auf Fell und Kotbild. Lieber langsam starten, dann nehmen es die Pferde gut an. — Dani, Pferderanch Hanfthal

Sinnvoll kombinieren

Hanföl passt gut zu Heu und Heucobs, zu strukturbetontem Krippenfutter und zum Mineralfutter. Bei Haut- und Fellthemen arbeiten viele zusätzlich mit ballaststoffreichen Komponenten wie Hanfschrot … Faser und Öl ergänzen sich gut, das eine bringt Struktur, das andere die Fettsäuren.

Was wir dir eher nicht raten: mehrere neue Futtermittel gleichzeitig einführen … dann weißt du am Ende nicht, was gewirkt hat. Und sehr stärke- oder zuckerreiche Rationen solltest du im Blick behalten und ausgleichen.

Äußerlich anwenden – sparsam

Manche Halter massieren kleine Mengen in Mähnen- oder Schweifansatz oder in trockene Hautstellen ein. Teste vorher die Verträglichkeit punktuell und nutze nur sehr wenig … das Öl ist ergiebig und kann Staub anziehen. Fell danach durchbürsten.

Qualität, Herkunft & Lagerung

Die Rohware sind geschälte Bio-Hanfsamen von Vertragslandwirten in Niederösterreich und im Burgenland. Schonend kaltgepresst wird daraus ein nussiges, goldenes Öl … kurze Wege, klare Herkunft, das ist uns wichtig. Frisches Öl verbrauchst du am besten innerhalb weniger Monate.

Lagere die Flasche kühl, trocken und lichtgeschützt und verschließe sie nach jeder Gabe gut. Ein Hinweis für den Turniersport: Bitte prüfe immer die aktuell gültigen ADMR/FEI-Regeln. Und noch einmal klar gesagt … ein Einzelfuttermittel ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Therapie.

Häufige Fragen

Wie schnell sehe ich Effekte am Fell?

Gib dem Ganzen zwei bis vier Wochen und vergleiche Fotos oder Notizen zu Glanz, Schuppen und Juckreiz. Das Ergebnis hängt immer von der Gesamtration und der Haltung ab.

Macht Öl mein Pferd „heiß“?

Hanföl liefert Energie aus Fett, ohne Stärke und Zucker. In den empfohlenen Mengen bleibt das meist ruhig … behalte einfach die Gesamtenergie der Ration im Blick.

Passt Hanföl bei sensibler Verdauung?

Meist wird es gut vertragen. Schleiche trotzdem langsam ein und beobachte Kot und Fresslust. Bei Auffälligkeiten reduzierst du die Menge oder machst eine Pause.

Kann ich Hanföl mit Hanfschrot kombinieren?

Ja, das ist gängige Praxis … Faser plus Öl für Struktur und Fettsäuren. Halte die Mengen moderat und führe Schritt für Schritt ein.

Besser morgens oder abends geben?

Kein Muss. Viele teilen die Tagesmenge auf zwei Gaben morgens und abends … das sorgt für eine gleichmäßige Aufnahme.

Und bei IR- oder Hufrehe-Management?

Öl enthält keine Stärke und keinen Zucker, bringt aber Energie. Ob es in deine Ration passt, entscheidet das Gesamtkonzept aus Heu, Bewegung und Körperkondition. Im Zweifel fachlich abklären.

Wie messe ich praktisch ab?

Mit Dosierkappe, Spritze oder Küchenmessbecher. Markiere dir einmal die Tagesmenge … das sorgt für Konstanz.

Wie lange ist die geöffnete Flasche haltbar?

Nach dem Anbruch zeitnah verbrauchen, also innerhalb weniger Monate. Kühl und dunkel lagern und die Flasche gut verschließen.

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Hempy – Natürlich. Ehrlich. Hanf.
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Über die Autorin: Gerda Steinfellner, Ernährungswissenschafterin · Praxis-Feedback: Dani von der Pferderanch testet die Produkte regelmäßig mit ihren Pferden.
Produzent: Hanfland GmbH, 2136 Hanfthal · Einzelfuttermittel · Bio aus Österreich.
Letzte Aktualisierung: 14.06.2026 · Dieser Artikel enthält keine Heilversprechen und ersetzt nicht die tierärztliche Diagnose.

Produzent: Hanfland GmbH, 2136 Hanfthal · Einzelfuttermittel · Bio aus Österreich

Gerda Steinfellner ist Mitgründerin von Hanfland und beschäftigt sich seit über einem Jahrzehnt intensiv mit dem Anbau, der Verarbeitung und den ernährungsphysiologischen Vorteilen von Hanf. Durch ihre Arbeit im niederösterreichischen Hanfthal und den engen Austausch mit Landwirt:innen und Tierhalter:innen verbindet sie praktisches Wissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ihre Beiträge basieren auf langjähriger Erfahrung, regionaler Hanfkompetenz und Stoffwechselphysiologie.

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