Hanf verstehen & richtig anwenden

Hanfschäben als Tiereinstreu: Pferde, Hühner & Kleintiere

Hanfschäben sind die ideale Einstreu – für Pferde, Hühner, Nager und andere Haustiere. Sie sind staubfrei, extrem saugfähig, umweltfreundlich und schützen vor Schädlingen wie der roten Vogelmilbe. In diesem Artikel erfährst du alles über Hanfschäben als Tiereinstreu: Vorteile, Anwendung, Dosierung und warum besonders Hühnerhalter:innen begeistert sind.

Was sind Hanfschäben?

Hanfschäben sind die holzigen, inneren Teile des Hanfstängels. Beim Faseraufschluss werden die verholzten Stängelanteile gehäckselt, entstaubt und gereinigt. Das Ergebnis ist eine natürliche, 100 % unbehandelte Einstreu aus österreichischem Industriehanf – ohne Pestizide, Chemikalien oder Zusatzstoffe.

Die Vorteile von Hanfschäben als Tiereinstreu

  • Enorme Saugfähigkeit: Hanfschäben nehmen bis zu 400 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf. Urin und Feuchtigkeit werden sofort absorbiert – die Einstreu bleibt trocken und hygienisch.
  • Praktisch staubfrei: Im Gegensatz zu Stroh oder Holzspänen erzeugen Hanfschäben kaum Staub. Das schont die Atemwege von Tier und Halter:in.
  • Geruchshemmend: Hanfschäben binden Ammoniak und Gerüche effektiv – der Stall oder Hühnerstall bleibt länger frisch.
  • Schimmelresistent: Weniger anfällig für Schimmelbefall als Stroh oder Holzspäne – gut für die Tiergesundheit.
  • Antiparasitäre Wirkung: Hanfschäben haben eine mild antiparasitäre Wirkung und helfen nachweislich, die Verbreitung der roten Vogelmilbe einzudämmen.
  • Kosteneffizient: Durch die hohe Saugfähigkeit muss seltener gewechselt werden – weniger Verbrauch, weniger Arbeit, kleinerer Misthaufen.
  • 100 % kompostierbar: Aus dem Mist entsteht in 2–3 Monaten nährstoffreicher Gartenkompost.

Hanfeinstreu für Hühner – besonders empfehlenswert

Für Hühnerhalter:innen ist Hanfeinstreu eine der besten Entscheidungen, die du treffen kannst. Hanfschäben dämmen leicht, reduzieren Pilzwachstum durch Feuchtigkeit, und genügt bei guter Hygiene, wenn verschmutzte Bereiche zweimal wöchentlich gereinigt werden.

Rote Vogelmilbe – Hanfschäben als natürlicher Schutz

Wo Hühner leben, ist die rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) nicht weit. Wenn es warm und feucht wird, nimmt ihre Vermehrung rasant zu. Unsere Kund:innen berichten über sehr positive Erfahrungen: Hanfschäben helfen, die Verbreitung der roten Vogelmilbe deutlich einzudämmen. Die Milbe braucht in jedem Entwicklungsstadium Hühnerblut – Stiche verursachen Juckreiz, senken die Leistung und können im schlimmsten Fall Küken oder geschwächte Hennen töten. Mit Hanfeinstreu machst du es den Parasiten deutlich schwerer.

Vorteile im Hühnerstall auf einen Blick

  • Staubfrei und allergikerfreundlich
  • Reduziert Feuchtigkeit und Pilzwachstum
  • Milde antiparasitäre Wirkung gegen die rote Vogelmilbe
  • Helle Optik – Verunreinigungen sofort sichtbar
  • Angenehmer natürlicher Geruch
  • Reinigungsarm: verschmutzte Bereiche 2× wöchentlich reinigen
  • 100 % kompostierbar – in Kombination mit Hühnermist entsteht wertvoller Dünger

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Hanfschäben als Pferdeeinstreu

Für Pferde mit Allergien, COPD oder anderen Lungenerkrankungen ist Hanfeinstreu besonders wertvoll. Die staubarme Beschaffenheit macht sie zur empfohlenen Wahl von Tierärzt:innen. Die Struktur verhindert, dass sich die Einstreu in den Hufen festsetzt – das beugt Huf- und Strahlfäule vor.

  • Federnd und stoßabsorbierend – ideal für Huftiere
  • Setzt sich nicht in den Hufen fest
  • Wirkt Huf- und Strahlfäule entgegen
  • Kann auf festen Böden länger liegenbleiben als Stroh
  • Von Tierärzt:innen empfohlen

Anwendung & Dosierung Pferd

Start: Stall gründlich reinigen und desinfizieren, dann auf dem feuchten Boden einstreuen. Für eine Box (4×4 m) werden ca. 6 Ballen benötigt.

  • Täglich: Pferdekot entfernen, obere Schicht auflockern
  • Wöchentlich: Feuchte Bereiche entfernen, 1 Ballen nachstreuen
  • Alle 10–12 Wochen: Komplette Stallreinigung
  • 2–4× jährlich: Desinfektion und Neueinstreu

Tipp: Wenn dein Pferd Stroh frisst, stelle beim Umstieg weiterhin Heu/Stroh als Raufutter bereit.

Erfahrungen aus dem Stall

Dani, die einen Reitstall in Hanfthal betreibt, hat einen Allergiker im Stall: „Seit der Verwendung von Hanfschäben ist sie glücklich. Sie betont, wie viel Zeit sie spart, da die Einstreu weniger häufig gewechselt werden muss. Die Pferde lieben es! Es ist weicher für sie, und wir haben festgestellt, dass sie sich gerne darauf wälzen und darin schlafen.“


Hanfschäben für Nager, Kaninchen & Kleintiere

Hanfschäben sind ideal für Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Vögel und Reptilien. Durch die feine Beschaffenheit ist der Verbrauch gering. Die Einstreu verklumpt nicht, entwickelt keinen Staub und ist pH-neutral – sicher für Allergiker. Als hoch isolierendes, komfortables Nistmaterial stimuliert sie das natürliche Nistverhalten.

  • Keine künstlichen Düngemittel oder Chemikalien
  • Weicher als Pellets
  • Bis zu 12 Wochen nutzbar
  • Kompostierbar in ca. 8 Wochen

Häufige Fragen

Sind Hanfschäben sicher für alle Tierarten?

Ja. Hanfschäben sind für Pferde, Hühner, Nager, Vögel, Kaninchen und Reptilien geeignet. Sie sind unbehandelt, pestizidfreiund pH-neutral.

Wie oft muss ich wechseln?

Deutlich seltener als mit Stroh. Täglich Kot entfernen, wöchentlich feuchte Stellen austauschen. Komplette Reinigung je nach Tierart alle 4–12 Wochen.

Können Tiere Hanfschäben fressen?

Hanfschäben sind nicht als Futter gedacht. Wie bei Hobelspänen können bei vermehrter Aufnahme Darmstörungen auftreten. Bei Pferden immer ausreichend Raufutter bereitstellen. Tipp: Durch Zugabe von Essig oder ätherischen Ölen wird die Aufnahme der Streu verhindert.

Sind Hanfschäben bio-zertifiziert?

Hanf benötigt auch im konventionellen Anbau keine Pestizide oder Schädlingsbekämpfungsmittel. Eine separate Bio-Zertifizierung des Strohs ist derzeit nicht möglich, aber der Anbau ist von Natur aus pestizidfreie.

Wo kann ich Hanfschäben kaufen?

Direkt im Hanfland-Shop: als 14-kg-Ballen (Pferde/Hühner) oder 3-kg-Sack (Kleintiere). Auch als Palette bestellbar.


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Gerda Steinfellner ist Mitgründerin von Hanfland und beschäftigt sich seit über einem Jahrzehnt intensiv mit dem Anbau, der Verarbeitung und den ernährungsphysiologischen Vorteilen von Hanf. Durch ihre Arbeit im niederösterreichischen Hanfthal und den engen Austausch mit Landwirt:innen und Tierhalter:innen verbindet sie praktisches Wissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ihre Beiträge basieren auf langjähriger Erfahrung, regionaler Hanfkompetenz und Stoffwechselphysiologie.